Heizanlage energieeffizienter machen – Worauf Sie bei der Modernisierung von Heizkörpern achten sollten

Kategorie: Energie sparen | 26.05.2016

Heizkörper spielen im System der Heizungsanlage eine zentrale Rolle: Sie regeln nicht nur die Wärmeabgabe innerhalb einzelner Räume, sondern nehmen auch maßgeblich Einfluss auf das Raumklima und auf das Wohlbefinden der Bewohner. Gerade in die Jahre gekommene Radiatoren versorgen Räume häufig nicht mehr zufriedenstellend mit Heizwärme. Diese verminderte Leistungsfähigkeit sorgt nicht nur für kalte Füße im Winter, sondern treibt auch die Energiekosten unnötig in die Höhe. Hier erfahren Sie, welche Faktoren genau für den Einbau neuer Heizkörper sprechen und welche Gesichtspunkte Sie im Zuge der Modernisierung im Auge behalten sollten.

Welche Faktoren für einen Heizkörperaustausch sprechen

Natürlicher Verschleiß ist einer der wichtigsten Gründe, die für einen Austausch alter Heizkörper sprechen. Zu den typischen Alterserscheinungen zählen vor allem Kalkablagerungen und eingebrannter Schmutz im Inneren. Beides führt dazu, dass sich die Heizkörper nur langsam und unregelmäßig aufheizen und deshalb die Thermostate wesentlich länger und auf höherer Stufe aufgedreht werden müssen. Demzufolge muss wesentlich mehr Heizenergie aufgewendet werden, um Räume warm zu bekommen, was sich negativ auf die Energieeffizienz auswirkt. Ein zeitnaher Austausch sollte zudem in Erwägung gezogen werden, wenn alte Radiatoren einen starken Rostbefall aufweisen. Ansonsten kann bei vollständiger Durchrostung ein Wasserschaden drohen, der weitere Kosten verursacht.

Daneben ist ein Heizkörperaustausch sinnvoll, wenn ohnehin Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Heizanlage anstehen. Erhält ein Gebäude eine neue Zentralheizung oder wird zumindest die Heizungspumpe ausgetauscht, hat dies auch Auswirkungen auf die bestehenden Radiatoren: Im Vergleich zu alten Anlagen ist in den Wärmetauschern und Rohren einer modernen Heizanlage wesentlich weniger Wasser unterwegs. Dies hat normalerweise den positiven Effekt, dass sich das gesamte Heizungssystem deutlich schneller und komfortabler regeln lässt. Kommen jedoch weiterhin die alten Heizkörper zum Einsatz, wird die Wärmeregelung erheblich erschwert. Im Gegensatz zu neuen Modellen beinhalten Sie relativ viel Wasser, was dazu führt, dass sie selbst bei Verwendung zeitgemäßer Thermostate schwerfällig reagieren.

Worauf Sie im Vorfeld der Modernisierung der Heizkörper achten sollten

Bevor es an den Austausch der Heizkörper geht, gilt es zu klären, welche Heizleistung das neue Modell aufweisen muss und welche Bauform verwendet werden soll. Zudem spielt auch heutzutage die Wahl des Standortes eine immer größere Rolle: Im Gegensatz zu herkömmlichen „Ziehharmonika“-Modellen müssen moderne Heizkörper nicht mehr zwingend unterhalb des Fensterbereichs angebracht werden. Ob eckig oder rund, in Säulenform oder als Heizwand, moderne Platten- und Kompaktheizkörper können heute als bewusstes Stilmittel in die Inneneinrichtung integriert werden. Sind die betreffenden Räume ausreichend gedämmt, sind Ihnen somit bei der Standortwahl nahezu keine Grenzen gesetzt. Für die klassische Position unter dem Fenster spricht dennoch, dass kalt einströmende Fallluft dort am besten abgefangen wird und von dieser Stelle aus die Wärme am ehesten ungehindert in den Raum gelangen kann.

Trotz einer hohen Flexibilität bezüglich der Standort- und Modellauswahl sollten Sie jedoch vor der Anschaffung die eigentliche Kernaufgabe der neuen Heizkörper im Auge behalten: den Heizwert. Der alte Heizkörper stellt in diesem Zusammenhang eine gute Orientierungshilfe im Hinblick auf die benötigte Heizleistung dar. Falls Sie Unterlagen vom letzten Austausch der Heizkörper oder vom Haus zu Hand haben, finden Sie hier die benötigten Leistungsangaben, die Sie für die Auslegung des künftigen Heizwertes der neuen Radiatoren verwenden können. Liegen dagegen keine Angaben mehr vor, muss die erforderliche Heizkörpergröße am besten Mithilfe eines Fachmanns bestimmt werden.

Einbau moderner Thermostate hilft Energie zu sparen

Ist Ihnen eine vollständige Modernisierung der Heizanlage und die damit verbundene Anschaffung neuer Heizkörper zu teuer, können Sie auch durch den Einbau neuer Thermostate Ihre Heizkosten senken.

Hierbei empfiehlt sich die Anschaffung von programmierbaren Thermostaten, die mit einem Temperaturfühler ausgestattet sind. Diese Modelle erkennen zum einen selbsttätig, wenn ein Fenster geöffnet wurde und regeln die Heizung automatisch runter. Zum anderen können Sie beispielsweise komfortabel via Smartphone genau steuern, zu welchen Zeiten welche Räume beheizt werden sollen und so weiter Ihre Heizkosten optimieren.

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