Gebäude energieeffizienter machen - Wie Sie die Dämmung von Fenstern verbessern können

Kategorie: Energie sparen | 10.03.2016

Einfach verglaste Fenster mit unzureichend isolierten Fensterrahmen sind heutzutage noch in vielen Altbauten anzutreffen. Für die Bewohner wird dieser Umstand spätestens in den Wintermonaten zu einem echten Problem: Dann sorgen die undichten Fenster nicht nur für kalte Hände und Füße, sondern treiben auch die Heizkosten in die Höhe. Hier erfahren Sie, wie Sie mangelhaft gedämmte Fenster erkennen und deren Isolierung verbessern können. Zudem geben wir Ihnen Tipps, was Sie beim Kauf neuer Fenster beachten sollten.

So erkennen Sie, ob Ihre Fenster unzureichend gedämmt sind

Sind bereits das Dach und die Fassade ausreichend gedämmt, bilden gerade mangelhaft isolierte Fenster die energetischen Schwachpunkte eines Gebäudes. Über sie wird in den Wintermonaten nicht nur wertvolle Heizwärme an die Außenwelt abgegeben, sie kühlen auch an den Oberflächen stark aus. Dies erkennen Sie daran, dass bei Kälte an den Innenscheiben Wasser kondensiert.

Anhand eines einfachen Tests können Sie feststellen, ob Ihre Fenster undichte Stellen aufweisen. Dazu gehen Sie einfach mit einer brennenden Kerze am Rahmen Ihrer Fenster entlang, wobei Ihnen ein Aufflackern der Kerze verrät, an welcher Stelle Zugluft durch den Rahmen eindringt. Die aussagekräftigsten Ergebnisse bezüglich der genauen energetischen Schwachstellen ihrer Fenster liefert eine Thermografieaufnahme, in deren Rahmen die undichten Stellen mithilfe einer Wärmebildkamera sichtbar gemacht werden können.

Alte Fenster nachträglich isolieren oder durch moderne Fenster ersetzen

Wenn Ihre Fenster eine mangelhafte Dämmung aufweisen, müssen diese nicht zwangsläufig erneuert werden. Um die Isolation zu verbessern, kann bei einfach verglasten Fenstern zunächst einmal ein Austausch der Scheiben gegen doppelverglaste Exemplare in Betracht gezogen werden. Diese Möglichkeit existiert allerdings nur, wenn der Rahmen eine ausreichende Dicke aufweist, um eine doppelverglaste Scheibe aufzunehmen.

Den besten Effekt bezüglich einer effizienten Wärmedämmung erreichen Sie allerdings, wenn Sie Ihre alten Fenster durch moderne, hochwertige Fenster mit Mehrfachverglasung ersetzen. Dazu setzen Sie am besten auf Fenster mit drei metallisch beschichteten Scheiben, die mit Edelgas gefüllte Zwischenräume aufweisen. In diesem Zusammenhang sollten allerdings auch die Fensterrahmen und die Außenfassade entsprechend gedämmt sein, da sonst Schimmelbildung drohen kann.

Wie gut ein Fenster isoliert ist, wird durch den U-Wert definiert. Beim Erwerb neuer Fenster sollten Sie darauf achten, dass dieser sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient so niedrig wie möglich ist. Denn je niedriger der U-Wert ist, desto weniger Wärme geht durch die Fenster verloren. Dabei ist es wichtig, dass sich der Gesamt U-Wert aller relevanten Bauteile des Fensters nicht zu stark vom entsprechenden U-Wert der umgebenden Wände, inklusive Dämmung unterscheidet. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Wärmebrücken zwischen den einzelnen Fensterelementen entstehen, welche zur Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel beitragen können.

Isolierung von Fenstern – Auch der Rahmen spielt eine wichtige Rolle

Neben den Scheiben spielt auch der Rahmen bei der Isolierung von Fenstern eine wichtige Rolle. Da alte Fensterrahmen in der Regel keine wirkliche Dämmung aufweisen, besteht eine Möglichkeit darin, die Isolationsfähigkeit des Rahmens durch das nachträgliche Anbringen von Dichtungen zu verbessern. Allerdings bieten weder Dichtungen aus Schaumstoff, noch stabilere Gummidichtungen mit E- oder P-Profilen eine dauerhaft zufriedenstellende Lösung in Bezug auf eine höhere Energieeffizienz.

Folglich fahren Sie am sichersten mit dem Kauf neuerer Fenster, wobei Sie die Wahl haben zwischen unterschiedlichen Systemen und Modellen aus Kunststoff, Aluminium und Holz. Unabhängig vom Material sind hierbei vor allem Fensterrahmen mit sogenannten Mehrkammerprofilen empfehlenswert. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, dass auch der Rahmen ausreichend gedämmt ist. Während bei den Scheiben der U-Wert von Relevanz ist, gibt beim Rahmen der so genannte Uf-Wert Aufschluss über die Wärmedurchlässigkeit. Die Werte von Rahmen und Fenster sollten möglichst nah beieinander liegen, denn je größer die Abweichung voneinander ist, desto schlechter ist die gesamte Dämmwirkung.

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